Recknitz-Kanu-Abenteuer: Von Marlow in die Stille - Im Gespräch mit Ti

Manchmal ist es nicht das große Spektakel, das einen Urlaub unvergesslich macht. Sondern ein Fluss, der Sie automatisch runterholt, weil er das Tempo vorgibt. Ein Ort, an dem Gespräche leiser werden, sobald man ans Wasser tritt. Und eine Landschaft, die Ihnen zeigt, wie unterschiedlich Natur sein kann – je nachdem, ob der Mensch eingreift oder einfach mal nichts tut. Genau so fühlt sich die Recknitz an: ruhig, gediegen, norddeutsch. Und gleichzeitig voller Kontraste.
Wer hier unterwegs ist, merkt schnell: Das Wasser macht etwas mit einem. Es entschleunigt. Es erdet. Und es öffnet den Blick für Details – für die Vielfalt am Ufer, für die wechselnden Abschnitte des Flusses, für das, was links und rechts passiert, wenn man nicht mehr hetzt.
Podcast KuK mal da!
Unter dem gleichnamigen Titel „Geschichten aus dem Herzen der Region“ ist auch eine Episode im Podcast KuK mal da! – Urlaub zwischen Ostsee & Müritz erschienen. Hier können Sie die komplette Episode hören:Apple Podcast, Spotify
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Geschichten aus dem Herzen der Region
Die Menschen hinter K&K Ferienimmobilien sind nicht nur für ihre Expertise in der Vermietung von Ferienwohnungen bekannt, sondern auch für ihre Leidenschaft für die Region und das Engagement, das sie in ihre Arbeit einbringen. Einer dieser Menschen ist Wolfgang Naudieth, ein langjähriger Bewohner der Region und ein wertvolles Mitglied unseres Teams. Seine Geschichte ist eng mit der Landschaft und den Menschen der Region zwischen Ostsee und Müritz verwoben. Im heutigen Blogbeitrag möchten wir Ihnen seine Erlebnisse und Eindrücke näherbringen und zeigen, wie sehr er die Region liebt – und was auch Sie bei einem Besuch hier entdecken können.
Ein Fluss, der das Tempo bestimmt
Die Recknitz hat eine besondere Eigenschaft: Sie nimmt Ihnen die Illusion, alles kontrollieren zu müssen. Denn am Ende bestimmt der Fluss die Geschwindigkeit – nicht Sie. Natürlich können Sie paddeln, Kurs halten, mit Technik arbeiten. Aber irgendwann merken Sie: Es gibt Grenzen. Und genau darin liegt der Reiz.
Dazu kommt die Vielschichtigkeit der Recknitz. Wer sich darauf einlässt, erkennt schnell, dass der Fluss nicht überall gleich ist. Es gibt Bereiche, in denen massiv eingegriffen wurde – durch Begradigung und Entwässerung. Dann gibt es Abschnitte, in denen wieder gegengesteuert wurde, in denen Renaturierung stattgefunden hat. Und es gibt einen Teil, der für viele der eindrücklichste ist: ein Abschnitt, in dem Natur einfach Natur sein durfte. Unberührt, funktionierend, im eigenen Kreislauf.
Diese Unterschiede sind nicht nur „interessant“. Sie sind spürbar. Die Stimmung ändert sich. Das Wasser verhält sich anders. Und das ganze Erlebnis wird – ohne dass man es groß erklären müsste – intensiver.
Bodenständigkeit und kurze Wege
Rund um Marlow erleben Sie eine Region, die viele als Luxus empfinden: bodenständige Menschen, eine ruhige Umgebung – und trotzdem kurze Wege, wenn Sie mal etwas Trubel möchten. In etwa 20 bis 25 Minuten sind Sie am Meer. Und auch größere Städte sind gut erreichbar.
Das bedeutet: Sie müssen sich nicht entscheiden zwischen „komplett raus“ und „es soll auch mal was los sein“. Sie können beides haben. Einen stillen Tag auf dem Wasser. Und am nächsten Tag Strand oder Stadt. Diese Abwechslung ist kein theoretischer Vorteil – sie fühlt sich im Urlaub ganz praktisch an.
Ein Geheimtipp, der nachklingt: Pantlitz und der Kirchturm-Blick
Wenn Sie mit dem Kanu flussabwärts unterwegs sind, lohnt sich ein Stopp an einem Ort, den viele nicht auf dem Zettel haben: Pantlitz. Etwa 13 Kilometer flussabwärts Richtung Ribnitz-Damgarten liegt auf der rechten Seite ein kleiner Wasserwanderrastplatz – schön zum Anhalten, Durchatmen, Beine vertreten.
Von dort aus führt ein kurzer Weg zum Kirchberg. Nach fünf bis maximal fünfzehn Minuten stehen Sie vor einer offenen Radlerkirche. Der besondere Punkt: Sie kommen tatsächlich hinein – über einen Kirchenschlüssel auf Vertrauensbasis. Und dann wird es richtig gut: Sie können im Turm hochsteigen, oben die Dachluken öffnen und haben einen Rundumblick über Teile des Recknitztals und hinein ins Dorf.
Gerade wenn es langsam grün wird, die Sonne tief steht und auf die Recknitz fällt, sehen Sie den Fluss wie eine Linie durch die Landschaft ziehen. Kein „Wow, weil laut“, sondern „Wow, weil weit“. So ein Ort bleibt.
Touren, die sich wirklich lohnen
Auf der Recknitz sind verschiedene Tagestouren möglich. Eine besonders beliebte Strecke führt von Marlow bis nach Damgarten. Das ist eine längere Tour mit rund 22 Kilometern, für die Sie – abhängig von Wetter und Wind – gut sechs bis acht Stunden einplanen sollten. Das ist kein „mal eben“, sondern ein echter Tagesausflug, bei dem Pausen dazugehören.
Sehr gefragt ist auch der renaturierte Bereich oberhalb von Bad Sülze, etwa 15 Flusskilometer. Wer Natur in einer besonders schönen Ausprägung erleben möchte, findet dort einen Abschnitt, der oft nachhaltig Eindruck macht.
Und dann ist da noch eine Frage, die fast immer kommt: Ein Fluss fließt nur in eine Richtung – wie kommen Sie zurück? Manche paddeln tatsächlich hin und zurück, teils mit Übernachtung zwischendurch. Dafür gibt es Biwakplätze, auf denen Zelten und ein Lagerfeuer möglich sind. Andere nutzen einen Shuttle: Entweder werden Boote und Personen abgeholt – oder es wird flussaufwärts eingesetzt, nach Einweisung, und Sie paddeln entspannt zurück.
Wenn der Wind stärker ist als die Strömung
Ein Detail, das viele unterschätzen: Manchmal ist der Wind die größere Herausforderung als die Fließrichtung. Die Flussgeschwindigkeit kann je nach Abschnitt variieren – in begradigten Bereichen sind etwa zwei bis drei Kilometer pro Stunde möglich, in anderen Abschnitten eher 0,5 bis 1 Kilometer pro Stunde.
Spannend wird es, wenn ein starker West- oder Nordwestwind dazukommt. Dann kann es passieren, dass Sie flussabwärts „mehr arbeiten“ müssen als flussaufwärts, weil der Wind gegen Sie steht. Gerade Gäste aus Regionen mit höherer Fließgeschwindigkeit rechnen damit oft nicht. Umso besser, wenn man es vorher weiß – und die Tour entsprechend plant.
Mehr als nur Kanus: ein Angebot, das mitdenkt
Was an einem Standort wie Marlow auffällt: Es geht nicht nur darum, „ein paar Boote zu verleihen“. Das Angebot ist breiter. Neben Kajaks und Kanadiern gehören auch Tretboote und SUPs dazu. Es gibt zudem einen kleinen Fahrradverleih – inklusive Kombioption: Sie fahren eine Strecke mit dem Rad, treffen sich an einem Punkt, tauschen Fahrrad gegen Boot, und das Fahrrad wird zurückgenommen.
Auch für Angler gibt es passende Optionen: Angelboote, Ruderboote, auf Wunsch mit Elektromotor – plus Angelberechtigung und Köder direkt vor Ort.
Für Gruppen wird es besonders interessant: geführte Floßtouren (circa zwei Stunden) mit Kaffee und Kuchen, ideal auch für Menschen, die nicht mehr gut ins Kanu kommen. Und teambildende Aktionen mit Selbstbauflößen: Das Team baut das Floß gemeinsam zusammen, wird begleitet, und anschließend geht es mit Muskelkraft auf die Recknitz. Bis zu zwölf Personen passen auf ein Floß – und mehrere Flöße machen auch größere Gruppen möglich.
Dazu kommen ein kleiner Imbiss (Fischbrötchen, Flammlachs) und ein kleiner Campingbereich. Sogar komplette Grillabende sind möglich – entweder zum Selbstgrillen oder als organisierte Variante für Gruppen, Vereine oder Firmenevents.
Fazit: Stille, die man mitnimmt
Ein Tag auf der Recknitz ist kein Programmpunkt, den man „abhakt“. Es ist eher ein Zustand, in den man reinrutscht: langsamer, klarer, entspannter. Dazu kommt die Mischung aus Natur, bodenständiger Region und überraschenden Momenten – wie dem Blick vom Kirchturm in Pantlitz. Wenn Sie im Urlaub nicht noch mehr Input brauchen, sondern einen Ruhepol, dann ist dieses Recknitz-Kanu-Abenteuer genau der richtige Gegenentwurf.
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